| Die
Weltpresse benutzte eine Gruppe von Fossilien, die vor einiger Zeit in China gefunden
wurden, als Beweis für die Evolutionstheorie. Die Erklärung, die ein
Verantwortlicher des Instituts für Paläontologie der Wirbeltiere und
Paläoanthropologie in Peking abgab, lautete, dass eines der gefundenen sechs
Fossilien einem „vierflügeligem Dino-Vogel“ gehöre, und
dass diese ausgestorbene Art auch Fliegen konnte. Auf diese Weise verschafften
die darwinistischen Medienorgane ein weiteres Mal der These von der „Dinosaurierabstammung
der Vögel“ Gehör, einer These, die bereits mehrfach auf der Tagesordnung
stand und jedes Mal mit unterschiedlichen Beweisen abgewiesen wurde.
Indessen gibt es keinen Grund, eine derartige Werbung zu betreiben. Denn weder
das gefundene neue Fossil des „vierflügeligen Dino-Vogels“, noch
irgend eine andere wissenschaftliche Entdeckung dient als Beweis der „Vogelevolution“. Das
neue Fossil ist 20 Millionen Jahre junger als der Archäopteryx
Jeder, der auch nur ein bisschen in Archäologie bewandert ist, hat schon
einmal den Namen Archäopteryx gehört. Dieses Lebewesen, das
vielleicht das berühmteste Fossil aller Zeiten darstellt, war ein Vogel,
der vor 150 Millionen Jahren lebte. Er beansprucht für sich, der älteste
aller bekannten Vögel zu sein und es gibt kein Fossil eines Vogels, das vor
dem Archäopteryx lebte.(1) Eine andere
Auffälligkeit ist, dass der Archäopteryx im wahrsten Sinne des Wortes
ein Vogel ist. Die asymmetrischen Federn, die mit denen der heutigen fliegenden
Vögel übereinstimmen, der makellose Bau der Flügel, der unseren
heutigen Vögeln entsprechende leichte Bau der Röhrenknochen, der die
Flugmuskulatur unterstutzende Brustknochen und viele andere Einzelheiten haben
die Wissenschaftler davon überzeugt, dass der Archäopteryx ein ziemlich
erfolgreich fliegender Vogel war.(2) Der Archäopteryx
verfügt jedoch über zwei Besonderheiten, die unsere heutigen Vögel
nicht aufweisen; dies sind die Zähne im Schnabel und die Kralle an den Flügeln.
Wegen dieser beiden Besonderheiten haben Vertreter der Evolutionstheorie seit
dem 19. Jahrhundert versucht, den Vogel als ein „kriechtierartiges“
Lebewesen darzustellen. Die genannten Eigenheiten bedeuten jedoch nicht, dass
das Lebewesen in irgendeiner Beziehung zu den Kriechtieren steht. Untersuchungen
haben nämlich gezeigt, dass der Hoatzin, ein Vogel der Jetztzeit, über
Krallen an den Flügelenden verfügt. Weitere Fossilienfunde lehrten uns,
dass die Zähne des Archäopteryx nicht nur auf diese Spezies
beschränkt sind, sondern dass auch andere Arten die Erde bevölkerten,
die als „gezähnte Vogel“ in die Geschichte eingingen.(3)
Aus all diesen Gründen herrscht endlich Einstimmigkeit unter den Wissenschaftlern
darüber, dass die These der Evolutionstheoretiker bezüglich des „Primitivvogels“
Archäopteryx nicht nur falsch ist, sondern auch darüber, dass
dieses Lebewesen den Vögeln der Jetztzeit sehr ähnelt. Eine der führenden
Autoritäten auf diesem Gebiet, nämlich Professor Alan Feduccia von der
Kansas Universität teilte mit: „Die meisten der
neueren Untersuchungen bezüglich der verschiedenen anatomischen Besonderheiten
des Archäopteryx zeigen, dass dieses Lebewesen viel mehr einem Vogel
ähnelt als vorher angenommen wurde.“ Die darwinistische Werbung,
die für den Archäopteryx betrieben wurde, ist also falsch. Weiter sagt
Feduccia, „die Ähnlichkeit des Archäopteryx mit Theropoden
Dinosauriern wurde weit übertrieben.“(4)
Kurz und gut, der Archäopteryx ist der älteste bekannte Vogel,
der unseren jetzigen Vögeln am meisten ähnelt und wie diese fliegen
konnte. Und er ist genau 150 Millionen Jahre alt. Das Altersproblem
der Evolutionstheoretiker Microraptor |
Der Archäopteryx vermittelt uns eine wichtige Tatsache:
Vor 150 Millionen Jahren gab es sowieso Vogel. Und fliegen konnten diese überdies.
Wenn also die Anhänger der Evolutionstheorie Bewerber für den Titel
des „Urvaters der Vögel“ anfuhren wollen, dann müssen diese
älter als 150 Millionen Jahre sein. Es reicht aus nachzuweisen wie
oberflächlich und fehlerhaft der „vierflügelige Dino-Vogel“
Medienrummel ist, die im Moment von den Medien der Welt in Umlauf gebracht wird.
Denn das Fossil des Microraptor gui, der als „primitiver Urvater
der Vögel“ angeführt wird, ist 130 Millionen Jahre alt, d.h. er
ist 20 Millionen Jahre jünger als der Archäopteryx. Zweifellos
ist es sinnlos, ein Fossil als „Urvater der Vögel“ darzustellen,
wenn es 20 Millionen Jahre vor diesem bereits fliegende Vögel gab.
Eigentlich ist dieses „Altersproblem“ auch für alle anderen in
Rede stehenden Dino-Vögel gültig, die als Anwärter für den
Urvater des Vogels vorgeschoben werden. Die Vertreter der Evolutionstheorie, die
der Meinung sind, dass sich die Vögel aus den Dinosauriern entwickelten,
bezeichnen die theropoden Dinosaurier, die auf zwei Beinen laufen konnten, als
die Urvater der Vögel. Allerdings entstanden die theropoden Dinosaurier in
den fossilen Aufzeichnungen stets nach dem Archäopteryx.(5)
Dieses Problem wurde von den Vertretern der Evolutionstheorie stets verheimlicht.
Es fallt auch auf, dass bei den Nachrichten über den Microraptor gui
mit der gleichen Heimlichkeit vorgegangen wird. Keine einzige der Zeitungen und
Zeitschriften, die zu den Anhängern der Evolutionstheorie zählen und
behaupten, dass ein 130 Millionen Jahre altes Fossil ein „Primitivvogel“
gewesen sei, teilt mit, dass bereits 20 Millionen Jahre vor diesem Fossil der
Archäopteryx am Himmel dieser Welt seine perfekten Kreise zog. Vor
dieser wichtigen Tatsache verschloss man die Augen. Microraptor
gui Nun, was ist das „vierflügelige Dinosaurier“, d.h,
der Microraptor gui also wirklich? Noch ist es viel zu früh,
um auf diese Frage eine Antwort zu geben. Das gefundene Fossil bedarf noch vieler
Untersuchungen, und vielleicht werden diese die Ansichten über das Fossil
vollständig ändern. Schließlich zeigte sich auch, dass eine dieser
„Dino-Vogel“ Fossilien, die seit den 90er Jahren vorgezeigt werden,
eine Fälschung war. Man entdeckte nämlich einen Fossilienschwindel der
an einem der in Rede stehenden „gefiederten Dinosaurier“, d.h. dem
Archaeoraptor, vorgenommen wurde. Genauere Untersuchungen an anderen
Fossilien zeigten, dass die sogenannten Federn Kollagenfasern waren.(6)
Dies entspricht der Mitteilung von Feduccia: „viele Dinosaurier werden,
obwohl dafür kein Beweis vorhanden ist, aerodynamisch und mit Federn bedeckt
dargestellt.“(7) Das gleiche Thema kommentierte Feduccia
dann in seinem 1999 gedruckten Buch folgendermaßen: “Obwohl es aus
verschiedenen Regionen etliche Dinosauriermumien mit gut erhaltener Haut gibt,
wurde bis heute kein Dinosaurier mit Federn gefunden.“(8)
Deshalb ist es notwendig, die spekulative und vorurteilsbehaftete Annäherung
der Entwicklungstheoretiker im Auge zu behalten, wenn man sich ein Urteil darüber
erlauben will, was der Microraptor gui wirklich war. Dieses Lebewesen
kann über eine Anatomie verfügen, die sich gänzlich von den Rekonstruktionszeichnungen
der Medien unterscheidet. Tatsächlich ist nicht ganz sicher zu welchem
Lebewesen das Fossil gehörte. Alan Feduccia unterstreicht genau diesen Punkt
in seiner Bewertung des Fundes. “Ich bin noch nicht
davon überzeugt, dass dieses Geschöpf über vier Flügel verfügte.
Vielleicht betrachten wir auch die falsch angebrachten Federn der Flügel,
aber dies ist schwer zu sagen. Zudem sind die Besonderheiten, die dieses Tier
zu den Dromaeosauriern (Dinosauriern) zählen lässt nicht ganz zuverlässig.
Zweifellos unterscheidet es sich stark von den geschwänzten Dromaeosauriern
und die Kralle ist nicht sichelförmig, sondern nur ein bisschen größer.
Überdies ähnelt der Schenkel dem eines Vogels. Vielleicht betrachten
wir nicht einen fliegenden Dromaeosaurier, sondern eher die Überreste eines
frühen Vogels.” (9) Falls
die existierenden Schlussfolgerungen über den Microraptor gui richtig
sind, dann gibt es nichts, was dieser für die Evolutionstheorie gewonnen
haben könnte. Es ist eine bekannte Tatsache, dass in dem breiten Fächer
von Lebewesen im Laufe der Naturgeschichte Zehntausende von Arten lebten und ausstarben.
Ebenso wie die säugende Fledermaus der Jetztzeit lebten geflügelte Kriechtiere
in der Vergangenheit (Pterosaurus). Darüber hinaus existierten zahlreiche
Meereskriechtiere (z.B. Ichthyosauria) und starben ebenfalls aus. Das auffallendste
an diesem breiten Spektrum von Lebewesen ist, dass Lebewesen mit anderen Eigenheiten
oder anderer Anatomie plötzlich und ohne das vorherige Vorhandensein einer
rudimentärer Form auftauchten. Am Beispiel der Vogelfedern sehen wir, dass
deren komplexer und originaler Bau plötzlich beim Archäopteryx auftauchte.
Es gab keine primitiven Vogelfedern. Es gab auch keine primitiven Vögel.
Eine primitive Vogellunge ist auf Grund des nicht mehr reduzierbaren Baus dieser
Lunge sowieso unmöglich.(10) Kurz und gut, die
Fossilienfunde unterstützen weiterhin die Tatsache, dass die Lebewesen nicht
durch Evolution, sondern durch Schöpfung auf diese Welt kamen. Der Dino-Vogel
Medienrummel hat keine Chance, diese Tatsache zu ändern.
1-
Wenn auch behauptet wird, dass das 225 Millionen alte Protoavis genannte Fossil
“der älteste Vogel ist”, so ist dies doch keine weit verbreitete
These. 
2- Für weitere Informationen siehe Harun Yahya, Darwinism Refuted, Istanbul
2002.
3- Zum Beispiel hatte der 130 Million Jahre alte Liaoningornis Zähne
im Schnabel. (“Old Bird”, Discover, 21. März 1997). 
4- Alan Feduccia, The Origin and Evolution of Birds, Yale University Press, 1999,
S.81.
5- Jonathan Wells, Icons of Evolution, Regnery Publishing, 2000, S.117. 
6- Ann Gibbons, Plucking the Feathered Dinosaur, Science, Band 278, Nr. 5341,
14. Nov. 1997, S. 1229-1230.
7- Alan Feduccia, The Origin and Evolution of Birds, Yale University Press, 1999,
S. 130.
8- Alan Feduccia, The Origin and Evolution of Birds, Yale University Press, 1999,
S. 132.
9- Aus einem e-mail Dialog zwischen dem Herausgeber unserer Webseite und Feduccia.
Das Orginal lautet: “I am not yet convinced that the creature has four wings;
we could be looking at misplaced wing feathers, and it is difficult to interpret.
Too, the characters that link this animal to dromaeosaurs are very tenous. Certainly
the tail is quite different from known dromaeosaurs, and the claw is not a sickle
claw but only slightly enlarged. Also the pubis is more birdlike. Perhaps we are
not looking at flying dromaeosaurs, but the remnant of the early avian radiation.”
10- Für weitere Informationen siehe Harun Yahya, Darwinism Refuted, Istanbul
2002. |